Spielverlauf
Das Spitzenspiel wurde seinem Namen von Beginn an gerecht. Beide Teams legten ein enormes Tempo vor und spielten sauberes Kombinationseishockey mit stetem Zug zum Tor. Auf beiden Seiten gab es flüssige Angriffe und gute Abschlüsse, die zumindest im ersten Abschnitt noch an der gegnerischen Abwehr bzw. bei den Torhütern Atte Tolvanen für die Red Bulls und Olivier Roy für die Gäste abprallten. Salzburg kombinierte gut vors Tor und kam auch zwei-, dreimal zu starken Szenen mit Nachschüssen. Die Ungarn screenten gut vor dem gegnerischen Gehäuse und versuchten es oft mit Distanzschüssen. Im einzigen Unterzahlspiel des ersten Abschnitts agierten die Red Bulls souverän und Atte Tolvanen parierte auch die beste Gästemöglichkeit nach Solo von Kristof Nemeth (17.).
Beim zweiten Powerplay (24.) legten die Gäste vor, Istvan Terbocs traf frei aus dem halbhohen Slot mit einem wuchtigen Schuss. Tim Harnisch hatte die nächste gute Chance der Hausherren aus Halbdistanz (26.), daran schloss sich eine starke Salzburger Offensivphase an. Die Ungarn warteten auf Konter, Janos Hari wurde bei einem möglichen Alleingang gerade noch abgedrängt (31.). Troy Bourke verpasste kurz danach direkt vorm Tor den Puck (32.). Aber Peter Hochkofler behielt danach die Nerven und traf per Rebound mit einem cleveren Move zum Ausgleich (32.). Die Red Bulls waren jetzt einen Ticken aktiver, aber die Ungarn blieben dran. In den letzten Minuten drehten die Red Bulls richtig auf, zeigten weiter gute Distanzschüsse, etwa von Dennis Robertson und Philipp Wimmer, aber es ging ausgeglichen in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel wurde es emotionaler, dennoch drückten die Red Bulls mehr nach vorn und kreierten gute Chancen vor der engen Verteidigung. In der 47. Minute nahm Ryan Murphy aus der Distanz Maß und setzte die Scheibe genau ins Kreuzeck zur erstmaligen Führung. Die Red Bulls setzten die Offensive fort, waren jetzt kaum aus der Angriffszone zu bringen. Und dann traf erneut Peter Hochkofler, der vor dem Tor den Schuss von Ryan Murphy unhaltbar abfälschte (51.). Auch in Unterzahl ließen die Red Bulls nun nichts mehr anbrennen und kamen zu weiteren hochkarätigen Chancen, womit sie das Schlussdrittel insgesamt dominierten. Peter Schneider setzte den Schlusspunkt und die Scheibe in der letzten Sekunde vor einem begeisterten Publikum ins leere Tor zum verdienten 4:1-Heimsieg.