
Mittwoch, 15. Juli 2026 |
Sommertraining
Draußen an die 30 Grad, drinnen ist es auch nicht viel kühler: Wenn die Red Bulls dreimal die Woche ihr Trainingspensum in der Kraftkammer der Salzburger Eisarena abspulen, gehen sie meistens an die körperlichen Grenzen. Zahllose Kilometer bzw. Stunden auf dem Ergometer wechseln mit Radausfahrten ab, dazu kommen die Krafttrainingseinheiten. Beine, Bauch-Rücken, Oberkörper, Mobilisationsübungen. Die meisten Spieler absolvieren parallel dazu extra Programme, mit denen sie an individuellen Schwächen arbeiten, um das Optimum in der physischen Vorbereitung auf die neue Saison herauszuholen. Wir haben uns in der Eisarena beim Training um- und den Spielern auf die Beine geschaut:
So trainieren unsere Profis im Sommer | Mit Interviews
Routinier Peter Schneider befindet sich in der sechsten Trainingswoche und ist auf einem guten Weg: „Ich spüre jede Woche Verbesserungen. Ich arbeite anders als früher, kenne meinen Körper jetzt viel besser und weiß, was ich brauche. Ich habe nach so langer Zeit auch eine gewisse Substanz, die man schon über die Jahre mitnimmt und man vielleicht nicht mehr ganz so hart wie in jungen Jahren arbeiten muss. An anderen Dingen muss ich dafür härter arbeiten. Es gilt einfach die richtige Balance zu finden und zu wissen, was wichtig für mich ist.“
Thomas Raffl, der 40-jährige Kapitän der Red Bulls, hat wohl so viel Erfahrung wie kein anderer. Und dennoch freut sich auch der Modellathlet schon auf die Eis-Saison: „Ja, speziell nach einem langen Sommer ist die Vorfreude groß. Vier Wochen heißt jetzt trotzdem noch mit dem Sommertraining weitermachen und die Zeit genießen. Mich treiben der Ehrgeiz und die Bestätigung, die ich über viele Jahre bekommen habe. Ich bin jetzt 40, kann es immer noch in vollen Zügen machen und habe keine Einbußen. Das zählt für mich.“

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Eindrücke aus der Kraftkammer
Gesteuert und überwacht wird das Sommertraining neben Michael Tschernkowitsch auch vom neuen Performance Coach Gregor Grutschnig, der bis dato an der Red Bull Eishockey Akademie für die Juniors zuständig war und nun mit den Profis arbeitet. Der erfahrene Trainer genießt sein neues Betätigungsfeld und freut sich über das Engagement der Profis: „Wir bewegen uns hier alle auf Augenhöhe. Die Bedürfnisse sind unterschiedlich, aber das bringen die einzelnen Karrieren mit sich. Da muss man auf manche Dinge speziell eingehen. Aber prinzipiell sind für uns Belastbarkeit und Kraftfähigkeit wichtig. Schwerpunkte sind der schrittweise Aufbau spezifischer Schnelligkeit, Maximalkraft und möglichst guter Übertrag aufs Eis.“
Wer wissen möchte, was genau Bulgarian Split Squats sind, schaut gern mal ins Video rein. Dort erklärt uns Gregor nämlich, dass das wohl die Übung ist, die die Spieler am wenigsten mögen. Und apropos Sommer: Auch der Oberkörper ist natürlich wichtig! Aber weniger der Optik wegen, sagt der Konditrainer: „Wir reden hier über Impactschutz und eine gewisse Härte, um Zweikämpfe auszuhalten. Die Strandfigur ist da eher ein positiver Kollateraleffekt.“
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