
Montag, 22. Juni 2026 |
Pressegespräch mit Alan Letang
Vor genau einem Monat wurde Letang als neuer Head Coach der Red Bulls offiziell verkündet. Für den 50-jährigen Kanadier, der sich in der Red Bull Eishockey Akademie beim aktuell laufenden U21-Camp der Red Bulls ein aktuelles Bild der kommenden Talente macht und auch einige Profis seines zukünftigen Teams trifft, ist es in Europa die dritte Trainerstation. Vor seinem jüngsten Engagement in Deutschland – in Weiden ist er im Februar diesen Jahres kurzfristig als Trainer eingesprungen – war er bereits als Assistant Coach in Zagreb sowie viele Jahre in der kanadischen Juniorenliga OHL tätig. Der Vater zweier erwachsener Kinder, ein Sohn und eine Tochter, lebte zuletzt in Sarnia, Ontario. Ein Auszug aus dem heutigen Pressegespräch:
Alan, wie fühlt sich der erste Tag in Salzburg für dich an?
Ich bin begeistert von der Akademie und freue mich darauf zu sehen, wie hier gearbeitet wird. Nach meiner kurzen Zeit in Weiden in der DEL2 bekam ich die Chance, mit den Red Bulls zu arbeiten. Nach einigen Gesprächen war mir schnell klar, dass ich diese Herausforderung annehmen will. Ich kann viel von der Organisation hier lernen und will mich selbst auch weiterentwickeln. Und hier bin ich.

Für dich geht es damit auch in die win2day ICE Hockey League (frühere Erste Bank Eishockey Liga) zurück, in der du seinerzeit selbst gespielt hast.
Ja, da schließt sich ein Kreis. Ich hatte eine lange Karriere in der Liga mit Innsbruck und Zagreb. Und ich habe noch sehr lebendige Erinnerungen an die Spiele gegen die Red Bulls. Alles entwickelt sich weiter und ich denke, auch die Liga wächst ständig und wird immer stärker. Im Vergleich zu früher sind viel mehr Teams konkurrenzfähig, neue interessante Teams sind hinzugekommen. Es ist spannend, nun auf der anderen Seite als Trainer in die Liga zurückzukehren. Ich freue mich auch sehr auf die Zusammenarbeit und das Know-How des bestehenden Trainerteams der Red Bulls, das ist mir sehr wichtig.
Was erwartest du dir von der ersten Saison mit den Red Bulls?
Ich habe den Job in dem Wissen angetreten, dass die Erwartungen in Salzburg immer sehr hoch sind. Aber bei den Red Bulls hast du alle Möglichkeiten, um deinen Job gut zu machen. Als Trainer, Staff und Spieler. Und die Erwartungen sind wichtig, genauso wie die Mentalität, die Meisterschaft gewinnen zu wollen. Das braucht es unbedingt, wenn du einem Team helfen willst, sich weiterzuentwickeln.
"Ich könnte den ganzen Tag lang über Eishockey reden."
Werden noch weitere Importspieler kommen?
Ich mache mich gerade Spieler für Spieler mit dem Teamkader vertraut. Die Basis ist gegeben, genauso wie die Identität. Zunächst geht es für mich mal darum, mit den Spielern Beziehungen aufzubauen, mich mit den Führungsspielern vertraut zu machen. Mit den Spielern, die alle Höhen und Tiefen mitgemacht haben. Und dann sehen wir weiter. Wenn es nötig wird, hier und da etwas zu justieren, werden wir das diskutieren und entsprechend handeln.
Wie würdest du deinen Coaching Stil beschreiben?
Leidenschaft, Kommunikation – das wären die beiden Schlagwörter. Ich mag es, im Training auf dem Eis involviert zu sein, mich mit den Spielern zu bewegen. Und wie schon erwähnt – mir ist die Beziehung zum Spieler sehr wichtig. Ich möchte mit den Jungs kommunizieren, die Tür zur Trainerkabine ist immer offen. Sie können mit Problemen zu mir kommen oder einfach über Eishockey reden. Das hat im Eishockey zunehmend an Wert gewonnen. Ich denke, dass das immer mehr Trainer so handhaben. Ich will, dass der Spieler sich wohlfühlt, wenn er zu mir kommt.

Letang wird nach dem U21-Camp noch in dieser Woche wieder nach Kanada zurückfliegen. Ende Juli beginnt dann das Teamtraining der Red Bulls für die Saison 2026/27.

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